Bei welchen psychosomatischen Fällen hilft Therapeutisches Boxen?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin

Therapeutisches Boxen hat sich seit seiner Einführung an der MHH durch Sporttherapeuten Peter Klug im Jahr 2019 als hervorragende Therapiemethode mit anhaltendem Therapieerfolg etabliert und kommt vor allem bei psychosomatischen Erkrankungen zum Einsatz.

Im folgenden Artikel möchten wir auf die Inhalte und Vorteile dieser Therapieform eingehen und näher erläutern, bei welchen psychosomatischen Fällen sie sich als wirksam erwiesen hat.

Was ist therapeutisches Boxen?

Der Boxsport ist ein körperlich fordernder und das Selbstwertgefühl stärkender Sport, bei dem Praktizierende Koordination, Ausdauer und Stärke trainieren, während Stress effektiv abgebaut wird.

Als therapeutisches Mittel mit einem diplomierten Trainer kann das Boxen gezielt als posturales propriozeptives Training eingesetzt werden und bietet eine effektive Sporttherapie für Patienten mit Depressionen, Burnout, einem geringen Selbstwertgefühl und weiteren psychosomatischen Problemen.

Im Mittelpunkt für die Patienten steht dabei das aktive Erleben des Boxsports als körperliche und seelische Förderung der eigenen Fähigkeiten. Als diplomierte*r Therapeut*in für therapeutisches Boxen unterstützen Sie Patienten mit gezielten Boxsport-Übungen bei der Bewältigung und Überwindung psychosomatischer Probleme.

Welche psychosomatischen Fälle können mit therapeutischem Boxen behandelt werden?

Das Boxen selbst kann individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden. Dank einer Vielzahl von Techniken, Trainingsmöglichkeiten und Schwerpunkte lassen sich viele psychosomatische Probleme mit therapeutischem Boxen primär oder sekundär behandeln.

Patienten mit Depressionen erhalten mit dem Training ein Outlet, um eigene Fähigkeiten zu entdecken, Grenzen zu überwinden und das Selbstbewusstsein zu steigern. Sie feiern Trainingserfolge und lernen sich selbst besser kennen und schätzen.

Angststörungen und Panikattacken können mit therapeutischem Boxen behandelt werden. Ein Teil des Boxtrainings beinhaltet Atemübungen, um Ausdauer und Koordination zu steigern, was sich auch positiv auf die Kontrolle von Panikattacken auswirkt. Durch gezielte Atemübungen behalten Patienten auch in Paniksituationen die Kontrolle.

Durch Burnout verursachter Stress lässt sich mit therapeutischem Boxen gezielt abbauen. Für viele Patienten entwickelt sich das Boxen von einer Therapiemethode zu einem neuen Hobby, welches auch nach Therapieabschluss beibehalten wird und insgesamt die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Patienten nachhaltig fördert.

Darüber hinaus kam therapeutisches Boxen auch effektiv bei der Behandlung von Essstörungen, somatoformen Schmerzstörungen, PTSD und Suchterkrankungen zum Einsatz.

Welchen Therapieerfolg bietet das therapeutische Boxen?

Sowohl bei Hypersensibilität als auch bei Antriebslosigkeit hat sich das therapeutische Boxen als Therapiemittel zum Durchbrechen bestehender Hürden als nützlich erwiesen. Angestaute Aggressionen, emotional-instabile Persönlichkeitsstörungen und auch Trauma lassen sich mit dieser Therapieform gut ansprechen und behandeln.

Die Ausbildung zum Boxtherapeuten ist eine diplomierte Ausbildung, die den Therapeut*innen in einer umfangreichen Ausbildung vielfältiges Fachwissen sowie fortgeschrittene Boxtechniken lehrt. Die Ausbildung kombiniert Sportwissenschaft, Sportmedizin, Psychoedukation und Psychosomatik.